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 KENIA 
   

  Geographie

Lage: Ostküske des afrikanischen Kontinents 
Fläche: 582.646 qkm
Nachbarstaaten: Äthiopien, Somalia, Sudan, Tanzania, Uganda
Berge: Mt. Kenya (Kirinyaga) (5.195 m), Mt. Elgon (4.231 m), Aberdares (3.999 m)
Flüsse: Tana , Athi-Galana-Sabaki , Tsavo und Mara 
Küstenlinie: 320 km
Binnengewässer: Victoria-See , Turkana-See , Naivasha-See, Nakuru-See und Elementaitasee
Besonderheit: Ostafrikanischer Grabenbruch (Rift Valley) mit zahlreichen Seen,
Äquator läuft durch Kenia


  Bevölkerung

Einwohner: 26,966 Mio
Bev.dichte: 47,2 Einw./qkm
Geburtenrate: 3,4%
Volksgruppen: Bantu, Niloten,  Inder, Araber, Europäer
Stadtbev.: 27,7%
Sprachen: Suaheli (Amtssprache), Englisch, diverse Stammessprachen
Religion: Naturreligionen (stärkste), Christentum (Hauptreligion),
Islam (zweitstärkste) und Hinduismus (schwächste) 


  Politik

Hauptstadt: Nairobi (ca. 1.200.000 Einwohner)
Regierungssitz: Nairobi
Staatsform: Präsidiale Republik
Verwaltung: Sieben Provinzen plus Großraum Nairobi, 53 Distrikte
Unabhängigkeit: 12. Dezember 1963 (von Großbritanien)
Parteien: KANU, FORD-Kenya, FORD-Asili, DP, KNC, KSC, PKK, Safina
Präsidenten: Jomo Kenyatta (1963 - 1978)
Daniel arap Moi (1978 - heute)
Volksvertretung: National Assembly (200 Abgeordnete)
Mitgliedschaft: UN, UN-Sonderorganisationen, Commonwealth of Nations, OAU


  Wirtschaft

Währung: 1 Kenya-Shilling (KES) = 100 Cents Währung
BSP/Kopf: 270 US$ (1993)
Inflationsrate: 30% (1992)
BIP: 30%/BIP Landwirtschaft, 52%/BIP Dienstleistungen
Industrie: Nahrungs-/Genußmittel, Textilien, Holzverarbeitung, chemische Industrie
Exportgüter: Kaffe, Tee, Pyrethrum, Sisal...


  Infrastruktur

Eisenbahn: 2.733 km
Staßen: 64.590 km
Hafen: Mombasa (1992 7,9 Mio t Fracht) und Lamu (Küste), Kisumu (Inland, Victoria-See)
Flughafen(int): Nairobi, Mombasa, Eldoret (im Bau)
Medizin: 301 Krankenhäuser, 7.069 Einwohner/Arzt
Bildung: 90% der schulpflichtigen Kinder besuchen Schulen


  Klima

Mombasa: tropisch, 30°C (Tagesdurchschnitt), Niederschläge 700 - 1.300 mm / Jahr
Nairobi: gemäßigt, 24°C (Tagesdurchschnitt), Niederschläge 1.250 mm
Regenzeiten: April bis Juni (Kaskazi, Hauptregenzeit), November bis Dezember (kleine Regenzeit)


  Geschichte

1498 portugisisches Handelsmonopol
1728 Vertreibung der Portugiesen durch Araber
1837 Unterwerfung durch Sultan von Sansibar
1890 Kenia wird englische Kolonie (Helgoland-Sansibar-Vertrag)
1951-55 Mau-Mau-Aufstände
1963 Unabhängigkeit unter Premier Mzee Jomo Kenyatta
1964 Kenia wird Republik
1969 Verbot der Opposition bei Wahlen
1978 Moi wird als Nachfolger Kenyattas Staatspräsident
ab 1985 Studentenunruhen
1991 Ausländische Geberländer verweigern Zahlungen, fordern wirtschaftl./politische Reformen
1992 Stammeskonflikte Kalenjin und Luo mit Kikuyu.
Erste Wahlen mit Mehrparteiensystem Sieg: KANU
1993 Belastung der Wirtschaft durch starke Flüchtlingsströme aus Krisengebieten (haupt. Somalia)
1994 Erneute Stammeskonflikte
1995 Internationale Kritik an Menschenrechtsverletzungen in Kenia
1997 Blutige Auseinandersetzungen Studenten - Polizei wegen Wahlsystems und Stammeskämpfe an Mombasas Küste mit vielen Toten im Vorfeld der Wahlen.
Erneute Wahl Mois (KANU) zum Staatspräsidenten
2002

Rücktritt vieler ranghoher Politiker im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen und Gründung der NARC als Gegengewicht zur KANU und zur Bündelung der Interessen gegen das bestehende politische System. Ende Dezember gewinnt NARC die Präsidentschaftswahlen mit Präsidentenkandidaten Mwai Kibaki.

2003 Allen Vorankündigungen zum Trotz erfolgt der Machtwechsel fiedlich und würdevoll. Kibaki wird eingeschworen als neuer (dritter) Präsident der Republik Kenia. Investoren, die Weltbank und der IWF atmen auf und geben dem Land neue Chancen.